Gesund in eigener Verantwortung

Grundlegende Ernährungsempfehlungen

  1. Essen Sie maßvoll

  2. Verzichten Sie auf Genussgifte

  3. Vermeiden Sie alle stark verarbeiteten Industrieprodukte

  4. Essen Sie Obst nur in Maßen und verzichten Sie auf Fruchtsäfte/Smoothies

  5. Trinken Sie keine Milch - besonders nicht als Durstlöscher

  6. Meiden Sie Limonaden, Misch- und Mixgetränke, Energiedrinks etc.

  7. Nehmen Sie keine Nahrungsergänzungsmittel

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80 - 90 % aller Krankheiten in den Industrieländern sind auf Überernährung zurückzuführen; - u.a. Krebs, Diabetes, Herz- Kreislauferkrankungen, Rückenschmerzen, Gelenkprobleme, Asthma, Verdauungsprobleme, Schlafstörungen, Potenzstörungen, Unfruchtbarkeit usw. Nicht das 'Was' sondern das 'Wieviel' ist in erster Linie für diese Entwicklung verantwortlich. Ein 'Burger' ist nicht kalorienhaltiger und ungesunder als ein Paar Weiß- oder Bratwürste, Käsespatzen nicht besser als eine Pizza und selbstgemachte Marmelade nicht gehaltvoller als Nuß-Nougat Creme - auch eine mit Liebe zubereitete Mahlzeit ist nur zuträglich, wenn sie ihren Energiebedarf nicht überschreitet. Verabschieden Sie sich von dem Märchen, dass man vom 'Richtigen' soviel essen kann, wie man will! - Richtig essen bedeutet in erster Linie - 'nicht mehr als man verbraucht'!

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Bei den Genussgiften ist die Schädlichkeit von Rauchen und Alkohol unzweifelhaft belegt. Bei Rauchwaren ist nicht der Nikotingehalt - der zwar größtenteils für die Abhängigkeit verantwortlich ist - der Auslöser von Krankheiten, sondern die begleitenden Teerprodukte, Zusatzstoffe und Verbrennungsrückstände. Es ist deshalb sinnlos auf Lightversionen umzusteigen, da deren vermehrter Konsum zu einer noch höheren Belastung mit diesen Schadstoffen führt; - wenn Sie von diesem Laster nicht loskommen, steigen Sie auf Nikotinkaugummis um! - Die häufigsten Erkrankungen durch Rauchen sind Herz-Kreislauferkrankungen (Herzinfarkte!) und chronische Atemwegserkrankungen (bei Säuglingen und (Klein-)Kindern durch Passivrauchen) und natürlich sind diese Schadstoffe an fast allen Krebsgeschehen - Lunge, Mundhöhle, Magen, Blase, Gebärmutter etc. beteiligt.

Alkohol ist für den Großteil von Organschäden und Entwicklungsstörungen im Mutterleib verantwortlich und für Lern- und Sozialisationsprobleme im späteren Leben. Dauerkonsum (auch mäßiger!) führt zu chronischen Erkrankungen - z.B. Magenprobleme (Sodbrennen, Geschwüre), Leberzhirrhose, Bauchspeicheldrüsenentzündung, Diabetes, Fruchtbarkeitsprobleme  usw. und ist an der Entstehung fast aller Krebsarten beteiligt.

Für Kaffee und Tee sind die Meldungen widersprüchlich, es gibt jedoch Hinweise, dass der Konsum von mehr als 6 Tassen/tgl. die Fruchtbarkeit herabsetzt und zu Konzentrations- und Schlafstörungen führt. Es ist davon auszugehen, dass eine Daueranregung die Erholungsfähigkeit von Organ- und Immunsystem blockiert. Außerdem ist auf die Belastung dieser Genussmittel durch Insektizide zu achten und davon auszugehen, dass eine gesundheitsförderliche Wirkung für keine Sorte (Grüntee, Rottee ...) belegt ist, sondern als Werbestrategie zu sehen ist. Es ist ratsam nicht mehr als 2 Tassen Kaffee oder Tee täglich zu geniessen und keinesfalls seinen Flüssigkeitsbedarf damit zu decken.

Neben den bereits erwähnten Erkrankungen führen alle Genussgifte zu beschleunigter Hautalterung, Cellulite, Kopf-, Rücken-, Gelenk- und Wirbelsäulenschmerzen, zu Unterversorgung mit Vitaminen, behindern die Aufnahme von Spurenelementen und stören die Ausscheidung.

zu 3)

Fertiggerichte enthalten meist Geschmacksverstärker (z.B. Glutamat und Vanillearoma, die den Appetit anregen!); Konservierungsmittel, die krebserregend sind (Nitrate, Nitrite in Wurst und Käseprodukten und Waren, die diese Bestandteile enthalten); Füllstoffe - wie Milcheiweiß, Sojamehl, Molke, enzymatisch aufbereitete Schlachtabfälle - die sonst als Abfall entsorgt werden müßten; Sorbit als Feuchthaltemittel und Fructose zur Klärung von Säften - beide Zusätze führen bei vielen Personen zu Darmproblemen mit Blähungen, Krämpfen und Durchfällen.

Achten Sie beim Kauf von Fertigprodukten darauf, dass die Zutatenliste möglichst  kurz ist und keine E-Nummern enthält; und orientieren Sie sich an der kcal-Angabe pro 100 gr. Als Faustregel gilt: - alles was mehr als 400 kcal/100 gr oder mehr als 33% Fett in der Trockenmasse enthält, sollte grundsätzlich gemieden werden.

Tiefkühlprodukte sind oft besser als abgelagerte Frischware, - Sie sollten sich jedoch auf Gemüse, Fleisch und Fisch beschränken; Gemüse in Dosen ist in Ordnung, wenn es ausser Salz und Wasser keine weiteren Zusätze enthält.

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2-3 Stück/Portionen Obst/tgl. können - müssen aber nicht gegessen werden - wenn Sie Lust darauf haben o.k., wenn nicht lassen Sie's. Obst hat nicht mehr Vitamine und Ballaststoffe als Gemüse (z.B. Paprika oder Tomaten), aber wesentlich mehr Kalorien; außerdem wird Fruchtzucker (im Gegensatz zu Glukose) nicht als schneller Energiespender verstoffwechselt, sondern als Depotfett gespeichert. Mittlerweile wird Fruchtzucker nicht nur (fast) allen Säften, Smoothies, Marmeladen und Fruchtriegeln zugesetzt (unter der Deklaration: fruchteigener/natürlicher Zucker), sondern auch Ketchup, Fertigsoßen und sämtlichen Diabetikerprodukten. Dies führt dazu, dass Personen, die diese Produkte bevorzugt konsumieren, ein größeres Risiko haben, Fettdepots zuzulegen und darüberhinaus eine Nahrungsmittelunverträglichkeit zu entwickeln.

zu 5)

Milch ist kein Getränk, sondern ein Nahrungsmittel und noch dazu schwerverdaulich. Das Eiweiss von Kuhmilch besteht zu 80-90% aus Kasein, das im Kälbermagen durch das Labferment aufgespalten wird; da beim Menschen jedoch dieses Enzym fehlt, wird die Bauchspeicheldrüse und der Darm belastet (siehe Wikipedia Milch und Kasein); besser verträglich sind Joghurt und Quark. Bei Neurodermitis, Asthma und Rheuma sollten Sie auf Ziegen- und Schafsmilchprodukte ausweichen; bei Blähungen nach Milchgenuss - einem Hinweis auf Lactasemangel (dieses Enzym wird mit zunehmendem Alter nicht mehr produziert) und einer daraus folgenden Milchzuckerintoleranz, muss man sich auf Sahne und Butter beschränken und event. auf laktosefreie Varianten ausweichen.

zu 6)

Limonaden, Softdrinks, Fruchtsäfte, Joghurtdrinks, Teemischgetränke usw. usw. werden in immer breiterer Palette angeboten und konsumiert. Vor allem Kinder und Jugendliche nehmen oftmals mehr Kalorien pro Tag durch diese flüssigen Kalorienbomben (500ml haben teilweise den Energiegehalt einer Tafel Schokolade bzw.  eines Big Mäc's) zu sich als durch feste Nahrung. Diese Flüssignahrung hat jedoch kaum Sättigungswert und ist die Hauptursache für Übergewicht bei Heranwachsenden; später kommen dann zusätzlich die verschiedenen Caffe Latte Variationen und Alkoholmischgetränke dazu. Meist lassen sich Gewichtsprobleme dadurch vermeiden, dass grundsätzlich Wasser als Durststiller dient und alle anderen Getränke nur ausnahmsweise in kleinen Mengen genossen werden.

Beim Ausweichen auf kalorienfreie Varianten ist unbedingt darauf zu achten, dass der verwendete Süssstoff keine Phenylalaninquelle enthält, da dadurch der Serotoninhaushalt gestört wird, was Kopfschmerzen, Nervosität, Konzentrationsstörungen, Bauchschmerzen und bei exzessivem Gebrauch sogar Depressionen verursachen kann. Kinder sollten diesen Zusatz unbedingt meiden und auch Erwachsenen empfehle ich - wenn man auf künstliche Süsse nicht verzichten will - Saccharin als Monosubstanz.

zu 7)

Versuchen Sie nicht, eine schlampige Ernährungsweise durch Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln zu optimieren. Bisher konnte keiner der durch die Hersteller und Vertreiber propagierten positiven Effekte nachgewiesen werden, - jedoch  treten teilweise gravierende unvorhersehbare Wirkungen auf. Die ehemals vielgelobten Radikalfänger Vit A, E und C stehen im Verdacht die Entstehung von Tumoren zu fördern, Zink verursacht Kopfschmerzen, Eisen führt zu Magen-Darmblutungen, Magnesium und Calcium beeinflussen Herztätigkeit und Nierenfunktion nicht nur positiv und die Ballaststoffe Kleie, Flohsamen u.ä. fördern bei vielen Personen Darmentzündungen und Divertikel und behindern noch dazu die Mineralienaufnahme. Eine Kombination isolierter Substanzen erfüllt nicht den physiologischen Bedarf des Organismus, sondern stört vielmehr dessen Gleichgewicht.

Leider darf bei Substanzen, die nicht dem Arzneimittelgesetz unterliegen, mit phantastischen unbewiesenen Versprechungen geworben werden und der Verbraucher hat bei einem entstehenden Gesundheitsschaden nicht die Möglichkeit einer Entschädigungsforderung.

Gesundheitszuträgliches Ernährungsverhalten:

  • ernähren Sie sich am besten so wie in ihrer Kindheit! - darauf ist ihr Organismus am besten abgestimmt. Durch die Ernährung der Mutter während der Schwangerschaft wird bereits die  spätere enzymatische Stoffwechselausrichtung und -fähigkeit des Kindes größtenteils festgelegt; eine radikale Ernährungsumstellung in späteren Jahren führt deshalb oft zu Verdauungsproblemen und Unverträglichkeiten. Werdende Mütter sollten sich darüber im Klaren sein, dass eine einseitige Ernährung in der Schwangerschaft ,sowie Hungern oder Überernährung, den Stoffwechsel ihres Kindes ungünstig beeinflussen.

  • unabhängig davon, welche Ernährung Sie am bekömmlichsten empfinden, tierisches Fett sollte möglichst gemieden werden, da es aufgrund unserer bewegungsarmen Lebensweise nicht ausreichend verstoffwechselt wird und zu Herz-Kreislauf Erkrankungen führt. Beschränken Sie die tägliche Aufnahme tier. Fette  durch Verzicht auf Wurstwaren und fette Milchprodukte auf ca. 30 gr; selbst der früher empfohlene fette Seefisch schützt nach aktuellen Erkenntnissen nicht vor Herzinfarkt und sollte ebenfalls  nur in Maßen genossen werden.

  • beschränken Sie sich pro Mahlzeit möglichst auf eine tier. Eiweißquelle - entweder Fleisch, Eier oder Milchprodukte und halten Sie die Gerichte übersichtlich. Überbacken, gratiniert, fritiert mit verschiedenen Beilagen und Soßen ist keine Esskultur sondern eine Überlastung des Organismus. Verabschieden Sie sich von der Vorstellung, dass warme Mahlzeiten für die Gesundheit zuträglicher sind als z.B. belegte Brote mit Salat. Nicht 'wie' etwas auf den Tisch kommt, sondern 'was' auf den Tisch kommt ist entscheidend! - zwingen Sie ihre Kinder nicht zu zwei warmen Mahlzeiten am Tag.

  • verwenden Sie Vollkornnudeln und - reis, bevorzugen Sie bei Brot jeoch die ausgemahlene Vollkornvariante, da die ganzen Körner das Verdauungssystem oft überfordern. Rohkost sollte grundsätzlich vor den Mahlzeiten gegessen werden und ist nur zu empfehlen, wenn Sie daran gewöhnt sind und keine Blähungen bekommen. Ansonsten halten Sie sich an Gemüse und kleine Salate.

  • Obst sollte möglichst zwischen den Hauptmahlzeiten gegessen werden - keinesfalls jedoch als Nachtisch,  da dies zu Gärung führt. Bevorzugen Sie heimisches Obst und beschränken Sie den Verzehr von Zitrusfrüchten, da diese meist stark mit Pestiziden belastet sind und keinen höheren Vitamin C-Gehalt haben als z.B. Paprika.

  • Fertigsüßwaren und Knabbereien sind nicht empfehlenswert, weil sie chemische Zusätze und Abfallprodukte wie Molke, Lecithin, Gelatine, Hefe etc. enthalten, die zu Heißhunger führen und den Stoffwechsel reduzieren. Halten Sie sich an Schokolade und vermeiden Sie sogenannte 'Kinderprodukte' - diese sind meist besonders fett- und kalorienhaltig und ausser der entsprechenden Werbung ist nichts daran kindgerecht.

Ihre Ernährung sollte zu 70% aus Vernunft und 30% Genuss bestehen und noch durch 45 Min Bewegung/tgl ergänzt werden, um Ihnen ein optimales Gleichgewicht von psychischem und physischem Wohlbefnden zu sichern.

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