Antworten auf Fragen zum Thema Borreliose

Trotz mehrerer Antibiosen weiterhin chron. Borreliose!

  • wenn Sie trotz mehrerer Antibiosen noch immer seropositv sind, kann es sein, daß sich bei Ihnen Resistenzen gegen das verabreichte Medikament gebildet haben. Lassen Sie sich maximal 2x mit einem Antibiotikum aus der gleichen Wirkstoffgruppe behandeln, um diese Gefahr zu reduzieren.

  • falls aber der Antikörpertiter gesunken oder sogar negativ ist, - die Symptomatik der Erkrankung aber gleich geblieben oder sich sogar verschlimmert hat -, kann es sein, daß sich durch den Antibiotikadruck und die damit einhergehende Übersäuerung zellwandfreie Formen des Erregers gebildet haben, die einer Antibiotikatherapie nicht mehr zugänglich sind (Antibiotika stören den Aufbau der Bakterien- zellwand) und leider auch vom Immunsystem oft nicht mehr erkannt werden (fälschliche Seronegativität). Sie können zur Abklärung eine Dunkelfeldmikroskopie machen lassen; - als Therapie empfehle ich Ihnen eine "Entsäuerungskur" und eine Milieulenkung nach Enderlein.

Warum helfen die gängigen Therapien bei Borreliose so wenig?

Borreliose ist eine Infektion, die prinzipiell vom Immunsystem ohne eine zusätzliche Behandlung überwunden werden kann. Leider entwickelt sie sich auf Grund der geschwächten Abwehrlage (Medikationen, Fehler- nährung, Stress, Um- und Inweltbelastungen) der Bevölkerung immer mehr zu einer Immunschwäche- erkrankung.

  • bei einer Antibiotikatherapie werden nur aktive Bakterienformen abgetötet, in Ruhephase Befindliche werden nicht erfasst. Diese müssten ebenso wie die dabei anfallenden Bakterienleichen, Toxine und Zellbruchstücke vom Immunsystem entsorgt werden. Kann ihr Immumsystem diese Aufgabe nur unzureichend oder gar nicht erfüllen, kommt es zu Rückschlägen oder sogar zur Verschlechterung.

  • auch einige Alternativtherapien (Phytotherapie, Homöopathie, Eigenblutbehandlung, Reiztherapien u.a.) gehen von einem einigermaßen intaktem Immunsystem aus, das auf eine entsprechende Information oder Reize reagiert. Dies ist jedoch bei chronischen Erkrankungen nicht der Fall; - dies führ oft zu einem enttäuschenden Ergebnis und noch öfter zu sehr unangenehmen Erstverschlimmerungen ohne nachfolgende Besserung.

Zusätzlich zu Borreliose immer mehr Co- und Superinfektionen!
  • Co-Infektionen: bei einer Infektion ist die unspezifische Immunabwehr normalerweise so aktiv, daß man einen Schutz gegen eine Ansteckung mit einem weiteren Erreger hat. Erst bei Abklingen der Infektion - wenn die Abwehr sehr gefordert wurde - kommt es manchmal zu einer sofortigen Ansteckung mit - einem Virus bei vorhergehender bakterieller Infektion - oder mit  - einem Bakterium bei viraler Erkrankung - was oft den Eindruck von Gleichzeitigkeit vortäuscht. - Was Sie als zusätzliche Infektionen bei chronischer Borreliose erleben, ist meist das Aufflackern früherer - bewußt oder latent - durchgemachter Erkrankungen. Wenn ihre Abwehr überfordert ist, hält sie diese Erreger nicht mehr in Schach (kein Infektionserreger wird jemals zu 100% aus dem Organismus eliminiert, sondern wenn der Titer unter die Nachweisgrenze fällt, gelten Sie als gesund!) und der Antikörpertiter steigt etwas. Oft hilft es einfach Ruhe zu bewahren und den entsprechenden Test zu wiederholen, wenn es Ihnen besser geht, - meist ist er dann negativ! - Auf eine Chemotherapie dieser Co-Infektionen, - vor allem wenn sie sich im unteren Bereich der Nachweisgrenze bewegen - sollten Sie aus Rücksicht auf ihr Immunsystem verzichten.

  • Superinfektionen: meistens Candida oder körpereigene Coli, Streptokokken, Staphylokokken etc.- Es handelt sich in diesem Fall nur um eine Milieuverschiebung, die durch die vorangegangene/n Antibiotikatherapie/n verursacht wurde. - Meist bekommt man die dadurch ausgelösten Pilz-, Harnwegs-, Nebenhölen-, Ohr-, Darm- etc.infektionen durch Milieuänderung, Symbioselenkung und etwas Geduld nebenwirkungsfrei in den Griff.

Was kann ich gegen die permanente Erschöpfung tun?

Die Erschöpfung bei einer chronischen Erkrankung hat verschiedene Ursachen - meistens spielen alle zusammen

  • die Immunabwehr verbraucht einen Großteil der Energie! - D.h. Sie benötigen eine optimale Ernährung, ausreichende Erholungsphasen und friedvolle Beziehungen, um zu gesunden.

  • oft liegt eine Weizenunverträglichkeit vor. Diese tritt meist erst nach einer längeren Antibiotikabe- handlung auf und ist selten reversibel. - Sie können dies ganz einfach testen, indem Sie alle Nahrungsmittel meiden, die Weizen enthalten. - Nach ca 3-5 Tagen sollte eine signifikante Besserung eintreten.

  • wenn Sie eine oder sogar mehrere Antibiosen hinter sich haben, sind die Sauerstoff- und Energiewerke ihrer Zellen - die Mitochondrien (diese haben ebenfalls eine Zellwand wie die Bakterien und werden durch Antibiotika angegriffen) - nicht mehr leistungsfähig; - dies führt teilweise sogar dazu, daß die Zellen auf Gärung umschalten und somit eine starke Übersäuerung mit Muskelrheuma als Folge auftritt. - Die volle Funktionsfähigkeit der Mitochondrien ist erst nach acht Jahren wiederhergestellt(vorausgesetzt - sie machen keine weitere Antibiose); - nach dieser Zeit hat sich der Körper einmal erneuert. - Als Therapie empfehle ich eine Entsäuerung (bei einem erfahrenen Therapeuten) und tägl. ca 40 Min. flottes Gehen in frischer Luft.

Schwindel, Konzentrationsstörungen, Depressionen bei         gleichzeitiger Aggressivität!

  • Schwindel/Konzentrationsstörungen: nichtausgeschiedene Erregertoxine, Medikamentenrückstände (besonders liquorgängige Antibiotika, Kortisone, Schlaf- und Beruhigungsmittel, einige Schmerzmittel , Hormone u.a. lagern sich - da fettlöslich - leider nicht nur im Unterhautfettgewebe, sondern bevorzugt im Gehirn ab (das im Fett schwimmt!). Leider werden sie von dort nur schwer wieder ausgeschieden -und zwar nur- wenn die Toxinkonzentration im Blut wesentlich niedriger ist als im Liquor. Wenden Sie sich an einen Therapeuten, der mit Ihnen eine Entgiftung durchführt und versuchen Sie mit homöopathischen Mitteln z. B. Conium C30, Kalium phos. D30, Lachesis LM6 (bitte jeweils nur 1 Mittel, 1 Gabe/tgl und max. 1Monat) den Hirnstoff- wechsel zu normalisieren.

  • Depression: Auslöser kann eine zu hohe Toxinkonzentration sein - siehe oben!, Energiemangel - das Gehirn verbraucht 30% der bereitgestellten Energie des Körpers (beachten Sie, ob bei körperlicher Anstrengung oder Stress die Depressionen zunehmen!) => schonen Sie sich, sorgen Sie für genügend frische Luft und nehmen Sie nur Langzeitkohlenhydrate zu sich. Als Medikation empfehle ich ein Gelee Royal Präparat, Arsenicum alb. LM6, Phosphorus C30, Zincum val. D30 (Dosierungen wie oben). Falls die Depression jedoch auf eine durch Medikationen ausgelöste Entgleisung der Hypophysen-Hypo- thalamusregulation zurückzuführen ist, sollten Sie sich an einen Therapeuten wenden.

  • Aggressivität: falls erst im Verlauf der Erkrankung aufgetreten, ist meist eine Folge der Übersäuerung des Organismus durch Toxine und Fehlernährung. - Verzichten Sie auf Zucker, Weizenprodukte, Alkohol und Kaffe.

Gute Besserung wünscht Ihnen

Christine Amann

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