Gesund in eigener Verantwortung

Hyperaktivität - Aufmerksamkeitsdefizit - Depressionen: - Folgen einer physischen Überlastung!

Die meisten Therapeuten sehen in den oben genannten Symptomen nicht einen Hinweis auf einen gestressten Gesamtorganismus sondern psychische Auffälligkeiten, die mit Medikationen und begleitenden Verhaltenstherapien normalisiert werden sollen. Dies ändert nichts an der Grundproblematik, sondern führt dazu, daß aus hyperaktiven Kindern auffällige Erwachsene werden, die sich mit Suchtproplemen und mangelnder gesellschaftlicher Integration herumschlagen. Bei Erwachsenen ist der Psychopharmakaverbrauch seit den 80er Jahren um 300 % gestiegen und bei ca 40 % der Kinder wird mittlerwile ADS attestiert. Das Erschreckende daran ist, daß - ohne die Ursachen  zu eruieren - schon Kleinkinder mit Psychopharmaka ruhiggestellt werden ohne die Auswirkungen zu bedenken, die dies auf den Einzelnen und unsere Gesellschaft hat. Dabei kann man gerade bei Kindern davon ausgehen, dass nerviges Verhalten zum Großteil in körperlichem Unwohlsein begründet ist ( jede Mutter kennt z. B. das Quengeln und Toben eines übermüdeten Kleinkindes oder das Schreien eines verdauungsgeplagten Säuglings). Leider ist die anhaltende körperliche Beeinträchtigung von den Eltern nicht immer so einfach zu erkennen und viele Kinder erwähnen die körperlichen Symptome nicht, da diese für sie mittlerweile normal sind.

Prüfen Sie deshalb anhand der unten aufgeführten Hinweise, ob die Auffälligkeit ihres Kindes nicht physische Ursachen haben kann.

  • die Mutter leidet selbst unter HKS, Schilddrüsenproblemen, Allergien und Ernährungsproblemen; - in der Familie gibt es Diabetes

  • die Mutter erhielt während der Schwangerschaft Ultraschall, Jod, Hormone, Kortison, Antibiotika, Psychopharmaka

  • die Mutter litt während der Schwangerschaft unter Candidainfektionen

  • der Säugling wurde gar nicht oder weniger als 6 Monate gestillt

  • der Säugling litt unter Milchschorf, Blähungen, Durchfällen oder Verstopfung und Candidainfektionen

  • der Säugling/das Kleinkind wurde mehrfach mit Antibiotika und/oder Kortison behandelt

  • das Kleinkind wurde vor dem 3ten Lebensjahr geimpft - problematisch Mehrfachimpfungen, FSME, Hepatitis B

  • das Kind hat Neurodermitis, Sinusitis, Heuschnupfen, Asthma

  • das Kind leidet chronisch unter Bauch- und Kopfschmerzen, hat Heißhunger auf Süßigkeiten und coffeinhaltige Getränke.

  • der Jugendliche zeigt Abhängigkeit von Genußgiften, Zucker und Fast Food

Falls Sie einige dieser Punkte bejahen müssen, können sie davon ausgehen, daß ihr Kind unter beträchtlichen körperlichen Beschwerden leidet, die auch den Gehirnstoffwechsel beeinflussen. Folgende Probleme können Sie  auch als Laie durch geeignete Maßnahmen vermeiden oder beheben.

Darmschädigung

Fehlernährung und Darmprobleme der Mutter während der Schwangerschaft führen dazu, daß die Verdauungsorgane des Neugeborenen nicht ausgereift sind. Kommen dann noch baldiges Abstillen und Antibiotikagaben hinzu, kann man davon ausgehen, daß der Darm des Säuglings so massiv geschädigt ist, daß er sich nicht von selbst erholt; - aber auch zu jedem späteren Zeitpunkt kann die Kombination - Antibiotika + Fehlernährung zu dauerhafter Schädigung führen.

Die Symptome sind Durchfälle, Blähungen, Candidainfektionen und Bauchkrämpfe, Kopfschmerzen.

Ursache ist die Zerstörung der natürlichen Darmflora und die Fehlbesiedlung mit Pilzen, Gärungs- und Fäulnisbakterien. Deren Stoffwechselprodukte vergiften den Organismus (was zu obigen Symptomen führt) und machen den Darm porös (was zu Nahrungsallergien führt); - außerdem ernähren sich diese Mikroorganismen von Zucker, der dann dem Gehirn als Nahrung fehlt (Hypoglykämie), rauben dem Körper Sauerstoff (chron. Müdikeit) und Vit. B (Muskelkrämpfe, Unkonzentriertheit.)

Darmsanierung

  1. Säuglinge sollten möglichst 12 Monate gestillt werden, damit Sie über die Muttermilch Abwehrstoffe und Serotonin erhalten und Blähungen und Darmkrämpfe des unausgereiften Verdauungssystems vermieden werden. Falls nicht gestillt werden kann, halten Sie sich am besten an die Ratschläge von Dr. M. O. Bruker "Biologischer Ratgeber für Mutter und Kind". Das frühe Zufüttern von Ersatzmilch, Getreidebrei und Fruchtgläschen führt zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten (Milchzucker-, Fruchtzucker-, Sorbit-, Glutenunverträglichkeit) unter denen mittlerweile ca. 30% der Bevölkerung leiden.

  2. Kinder und Erwachsene sollten Fruchtsäfte und Fertigsüßwaren meiden (Pilze und Gärungsbakterien werden ausgehungert) und bei Obst zurückhaltend sein. Traubenzucker und kleine Mengen Haushaltszucker werden normalerweise vertragen.

  3. Verzicht auf Kuhmilchprodukte - Ausnahme: Butter und Sahne (event. lactosefrei) und  kleine Mengen Ziegen- und Schafsmilchprodukte. Wurstwaren sind zu meiden und der  Fleischkonsum einzuschränken, um die Fäulnisbakterien im Darm zu reduzieren.

  4. Medikation: morgens 1 Perocur forte Kps., abends 2 Lachsölkps. über 2-3 Monate.

  5. Babys: Medikation: Carum carvi Supp.von Wala, bei stärkeren Beschwerden zum Schlafen Viburcol Supp.

Merke: Das als Allheilmittel gegen Pilze propagierte Nystatin zeigt nur wenig Wirkung (Rückfälle) und ist nur oberflächlich relativ nebenwirkungsarm. Wenn der Darm gebläht oder porös ist ,kann es diesen durchdringen und zu Vergiftungserscheinungen (Schwindel, Übelkeit, Konzentrationsstörungen) führen.

Hypoglykämie

Erniedrigte Blutzuckerwerte führen zu einer Unterversorgung des Gehirns mit Glucose, was sich neben anderem als Hirnleistungsschwäche bemerkbar macht.

Symptome: Schwindel, Nervosität, Angst, Reizbarkeit, Aggressivität, Konzentrationsstörungen; Heißhunger v.a. auf Süßigkeiten.

Ursachen:

  1. Fehlernährung mit zuviel Zucker, Süßspeisen, Weißmehlprodukten u.v. allem Fruchtsäften und gesüßten Getränken führt zu einem raschen Blutzuckeranstieg, der reaktiv eine überschießende Insulinausschüttung bewirkt. Diese führt zu einem schnellen Blutzuckerabfall, was die oben beschriebenen Symptome erzeugt. Der Körper reagiert darauf mit erhöhtem Adrenalinausstoß (Reizbarkeit/Aggressivität) was zu einer Zuckermobilisierung aus der Leber führt. Darauf reagiert der Organismus (v.a. bei erblicher Vorbelastung oder Beeinträchtigungen der Bauchspeicheldrüse) wieder mit vermehrter Insulinausschüttung und der Kreislauf beginnt von vorne.
  2. Fruchtzucker- und Sorbitunverträglichkeit (beim Arzt über einen Test abklären lassen)

  3. Kortison: führt bei Älteren Personen zu Hyperglykämie, bei Kindern und Jugendlichen aber häufig zu reaktiver Hypoglykämie; - außerdem verstärkt es noch
  4. die Durchlässigkeit eines vorgeschädigten Darms, was wieder zu Blutzuckerschwankungen führt.

Vermeidung von Unterzuckerung

  1. Ballaststoffreiche Ernährung mit ausgemahlenen Vollkornprodukten, Gemüse, Kartoffel, Mandeln

    • beachte: Obst und Rohkost darf nur in Mengen genossen werden, bei denen keine Blähungen auftreten, der Zusatz von isolierten Ballaststoffen ist zu meiden.

  2. Falls auf Zucker ( max. 30 gr/tgl) nicht ganz verzichtet werden kann, dann nur in Verbindung mit Fett (z.B. Sahneeis, Sahneschokolade) und grundsätzlich nur nach dem Essen, damit er nur verzögert aufgenommen wird.

    • merke: unbedingt zu vermeiden sind gesüßte Getränke und Süßstoffe (v.a. Aspartam und Acesulfam), da diese die Synthese  von Serotonin (= für Wohlbefinden und Ausgeglichenheit zuständig) stören und und die Bauchspeicheldrüse irritieren.

  3. Ausdauersport - mindestens jeden 2ten Tag 1 Std. Schwimmen, Radfahren, Tennis, Wandern  - stabilisiert den Blutzuckerspiegel und führt über eine erhöhte Endorphinausschüttung zu mehr Ausgeglichenheit.

Übersäuerung

Im Stoffwechsel anfallende Säuren werden über die Nieren und die Atmung ausgeschieden und im Bedarfsfall bis zur Auscheidung im Bindegewebe zwischengelagert. Eine Säureüberlastung zeigt sich in folgenden

Symptome(n): Allergien, Neurodermitis, Ekzeme, Asthma, Erschöpfung, Gedächtnisschwäche, Antriebslosigkeit etc.

Ursachen: Süßigkeiten,Gärung im Darm (Blähungen), zuviel tier. Eiweiß, körperlicher und seelischer Stress, alle Medikamente, Nahrungszusätze, Kaffee, Tee, Kakao und Mangel an Ausgleichsbewegung.

Entsäuerungs-

maßnahmen

  1. Vermeidung der Ursachen und Beherzigung der Grundlegenden Ernährungsempfehlungen

    • beachte: wenn außer der Hyperaktivität noch Allergien, Hautprobleme oder Asthma vorliegen, muß unbedingt auf alle Kuhmilchprodukte verzichtet werden, um eine Heilung zu erreichen.

  2. Es muß mehr getrunken werden - aber nur Wasser und schwacher Kräutertee (kein! Früchtetee), um die Nierenausscheidung zu steigern.

    • bei Kindern ist es einfacher, ihnen 2x tgl eine Gemüsesuppe  (= stark basisch) zu geben, um die Flüssigkeitsmenge zuerhöhen.

  3. Mehr Ausgleichsbewegung

  4. Hautausschläge dienen der Gewebeentsäuerung; - sie dürfen nicht durch Medikamente unterdrückt werden, da sich sonst die psychischen Symptome verschlimmern. Nach einer Anfangsverschlimerung bessern sie sich auf grund der Nahrungsumstellung.

    • Medikation: tgl. 1Tbl. B-Komplex fte und 1- 2 Kps Lachsöl

Noch einige Tipps:

  • unterstützen Sie ihr Kind bei der Ernährungsumstellung dadurch, daß sich die ganze Familie an die Grundlegenden Ernährungsempfehlungen hält. Sie werden sich alle gesünder, belastbarer und ausgeglichener fühlen.

  • Vermeiden Sie Schulstress und gehen Sie alle an die frische Luft.

  • Scheuen Sie sich nicht psychologische Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

  • und vor allem

akzeptieren Sie nur bei einem körperlich völlig gesundem Kind, daß es sich bei seiner Hyperaktivität um ein rein psychisches Symptom handelt, dass nur durch Psychopharmaka in den Griff zu bekomen ist.

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