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Gesund in
eigener Verantwortung
Diätlügen
Falls Sie
zu der Hälfte der Bevölkerung gehören, die dauernd
im Kampf mit Ihren überflüssigen Pfunden steht, sind
Sie sicher schon mit folgenden Ratschlägen, Theorien und
Versprechungen in Berührung gekommen und ihnen eventuell
erlegen.
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Fett
macht Fett
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Die
tägliche Aufnahme von Fett sollte bei ca. 30% der
gesamten Nahrungsaufnahme liegen - in Europa liegt sie
durchschnittlich bei 40%, wovon der größte Teil in
Form versteckter Fette aufgenommen wird. Dabei handelt es
sich vor allem um gesättigte tierische Fette und
gehärtete pflanzliche Öle, deren prozentualer
Zusatz für die Geschmacksverbesserung viel zu hoch ist
und der in erster Linie als billiger Füllstoff dient.
Überdies gelten beide Fettarten als gesundheitlich
problematisch und sollten möglichst gemieden werden.
Reduzieren
Sie deshalb die versteckten Fette durch Verzicht auf
Wurst und Vollfett-Milchprodukte und meiden Sie Fritiertes.
Ebenso sollten Sie gehärtetes Fett in Form von
Margarine und Fertigbackwaren meiden. Bleiben Sie bei Butter
und achten Sie darauf, dass Schokolade möglichst nur
Kakaobutter als Fettquelle enthält.
Essen
Sie bevorzugt pflanzliche Fette in Form von Nüssen
und Samen, Avocados und täglich mindestens 6 EL
kaltgepresste Öle (v. a. Raps- und Olivenöl), denn
diese beschleunigen den Stoffwechsel, kurbeln die
Hormonproduktion an und pflegen Haut und Schleimhäute.
Vor
allem: Fett sättigt stark und diese Sättigung
hält lange an; d.h. Sie vermeiden durch eine über
den Tag verteilte Fettaufnahme und das Knabbern von Nüssen
zwischendurch Schwankungen des Blutzuckerspiegels und haben
somit weniger Verlangen nach Süßigkeiten und
beugen Heißhungerattacken vor.
Wenn sie
die versteckten Fette meiden, müssen Sie keine
Gewichtszunahme befürchten und brauchen eine bewusste
Verwendung nicht einzuschränken. Verzichten sie jedoch
möglichst darauf, Öle zu erhitzen und geben Sie
diese erst nach Beendigung des Kochvorgangs zu.
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Zuckerfreie
Diätprodukte
und
Kohlenhydratreduktion
helfen beim Abnehmen
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Achtung:
zuckerfrei bedeutet nur, dass keine Saccharose (=
Haushaltszucker, Rohrzucker) in dem entsprechenden Produkt
enthalten ist. Nur wenn statt Saccharose Süßstoffe
(Saccharin, Cyclamat, Aspartam, Acesulfam u.ä.) und
keine Austauschzucker (Fructose, Sorbit, Isomalt) eingesetzt
werden, ist eine signifikante Kalorieneinsparung möglich.
Merke: Der
Kaloriengehalt von Austauschzuckern liegt - ähnlich wie
bei Saccharose bei ca. 400kcl/100g - Ausnahme ist Isomalt mit
ca. 200kcl/100g => hat aber auch nur die Hälfte der
Süßkraft. Bei regelmäßiger Aufnahme
dieser Zuckerarten, die vor allem in Backwaren, Schokolade
und Getränken enthalten sind, müssen Sie jedoch mit
zum teil ernsten Nebenwirkungen rechnen
sie können zu Blähungen
und Darmkrämpfen führen, wirken abführend und
lösen bei verstärktem Gebrauch
Nahrungsmittelunverträglichkeiten mit einhergehender
Schädigung der Immunabwehr des Darms aus.
Fructose erhöht die
Triglyzeride im Körper und vermindert das
Sättigungsgefühl und führt dadurch verstärkt
zu Gewichtszunahme. Außerdem
vermindert sie die Insulinwirkung .
Merke: Fructose
ist in allen Säften in großen Mengen enthalten.
Diese werden vor allem von Kindern und Jugendlichen exzessiv
konsumiert und sind bei diesen die Hauptursache für
Übergewicht. Fructose wird neben Sorbit für fast
alle Diabetikerprodukte verwendet; - beide führen zu
Übergewicht, Nahrungsmittelunverträglichkeiten und
Unterzuckerung mit Heißhungeranfällen. Daneben
sind diese Ersatzzuckerarten in Soßen, Senf, Dosen,
Fertigprodukten und fast allen Süßigkeiten
enthalten und führen entgegen ihrer 'light'-Werbung zu
vermehrter Körperfettmasse.
Aber: Gehirn
und Muskeln verwenden als Energielieferant ausschließlich
Glukose (= Traubenzucker). Falls nicht genügend
vorhanden ist, kommt es zur Unterzuckerung mit den Symptomen
Schwindel, Unruhe, Heißhunger - und zwar solange, bis
sie genügend Kohlehydrate zu sich genommen haben. Sie
sollten deshalb auf einen gleichmäßigen
Blutzuckerspiegel achten und regelmäßig (Frauen
alle 2-3Std, Männer alle 4-6 Std.) essen.
am besten
Langzeitkohlenhydrate: Vollkornbrot, -reis, -nudeln,
Kartoffel - möglichst mit etwas Eiweiß und Öl.
bei Stress, körperlicher
und psychischer Belastung entweder Schokolade oder
Schokoriegel (= Zucker + Fett) oder Glucose/Eiweißriegel
bzw. Magerquark oder Hüttenkäse mit Traubenzucker
=> durch den Fett und Eiweißzusatz kommt es zu
keiner überschießenden Insulinausschüttung
und einem gleichmäßigeren Blutzuckerspiegel; -
aber bitte decken Sie nur max. 30% des tgl. Energiebedarfs
über gezuckerte Nahrung!
Beachte:
die beste Kohlehydratquelle sind Getreide(-produkte) und
Kartoffel, da deren Stärke vollständig zu Glukose
umgewandelt wird und diese nur bei exzessiver Aufnahme (>
als 40% des Tagesbedarfs) als Fett gespeichert wird.
Saccharose = Zucker besteht je zur Hälfte aus Glucose
und Fructose und Letztere wandert sofort ins Depot; bei Obst
ist das Verhältnis noch ungünstiger und es ist
deshalb empfehlenswert, statt dessen Fruchtgemüse -
Paprika, Tomaten, Avocados - zu bevorzugen.
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Ballaststoffkomprimate
führen
zu einer schnellen und langanhaltenden
Sättigung
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Diese nicht gerade preiswerten
Zelluloseklötzchen ohne eigenen Energiewert quellen bei
ausreichender Flüssigkeitszufuhr im Magen auf das
10-40fache an und sollen somit ein Sättigungsgefühl
hervorrufen.
Aber: Der
Dehnungsreiz auf den Magen ist nur ein Faktor, der dem
Gehirn Sättigung meldet. Wenn der Blutzuckerspiegel zu
niedrig ist und bestimmte Vitalstoffe, die natürlich in
Zellulose nicht enthalten sind, fehlen, haben Sie trotz
vollem Magen weiterhin Heißhunger.
Andererseits: Ballaststoffe
sättigen wirklich, aber nur, wenn sie z.B. als Salat,
Gemüse, Vollkorngetreide, Vollkornreis, Kartoffeln etc.
aufgenommen werden.
Denn: nur
dann bekommt der Körper auch die sättigenden
Langzeitkohlehydrate und die den Stoffwechsel aktivierenden
Vitalstoffe.
Vorsicht:
Die verstärkte Zufuhr isolierter Quell- und
Ballaststoffe verhindert die Aufnahme von Mineralstoffen und
Spurenelementen aus dem Darm und führt bei empfindlichen
Personen zu Darmreizungen und Verdauungsstörungen.
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Eiweißdrinks
als Mahlzeitersatz
stoppen
den
Muskelabbau beim Fasten
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Der Körper hat einen
Zuckerspeicher in der Leber und einen Fettspeicher im
Unterhautgewebe bzw. bei extremen Übergewicht auch um
die inneren Organe. Er hat jedoch keinen Eiweißspeicher.
Beim Fasten werden die
ungeliebten Fettreserven zuletzt angegriffen. Zuerst wird der
Zuckerspeicher der Leber geleert und dann die Muskelmasse
abgebaut. Nun könnte man annehmen, dass eine hohe
Eiweißzufuhr den Muskelabbau stoppt. Dies ist richtig!
Jedoch: Es
funktioniert nur, wenn Sie während des Fastens
Ausdauersport betreiben und
zwar mindestens 2 Std./tgl. Der Körper verwendet
nämlich für den Stoffwechsel im Normalfall nur ca.
10-20 % des mit der Nahrung zugeführten Eiweißes.
Den Rest nimmt er aus den körpereigenen Abbauprodukten.
Daher: Eine
vermehrte Eiweißzufuhr ist nur für
Leistungssportler sinnvoll. Beim Durchschnittsverbraucher
belastet insbesondere tierisches Eiweiß die Nieren und
Gefäße und führt somit zu erhöhtem
Blutdruck, Harnsäure und Gicht. Abnehmen werden Sie
dadurch auf Dauer kaum, müssen aber eventuell ein
schlechteres Bindegewebe in Kauf nehmen.
Tipp:
Wenn Sie Eiweiß verstärkt nehmen, dann möglichst
als mageres Geflügel oder fettreduzierten Schafs- und
Ziegenmilchkäse, jedoch möglichst nicht als
gefriergetrocknetes Abfallprodukt aus Milch und Soja,
angereichert mit Zusätzen von unbewiesener Wirkung, die
eventuell ihren Stoffwechsel zusätzlich belasten.
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Enzyme
unterstützen das
Abnehmen
durch
Beschleunigung des Stoffwechsel
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Die
Einnahme von Enzymen führt zum Abbau von entzündlichem
Eiweiß, fördert die Verdauung und kann somit
verhindern, dass sich Fettpölsterchen festsetzen.
Besonders geeignet sind das pflanzliche Bromelain und Papain.
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FDH
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Eine
altbewährte Empfehlung, die
auf
Dauer nicht durchzuhalten ist, da man immer hungrig bleibt
und
wenn
man wieder zu seinem "normalen" Essverhalten
zurückkehrt zu einer Gewichtszunahme führt, da
vorher durch die eingeschränkte Brennstoffzufuhr der
Stoffwechselbedarf heruntergefahren wurde (JO-JO- Effekt).
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Alternative
Methoden zur Gewichtsreduktion
Bevor
Sie daran gehen abzunehmen, sollten Sie sich zuerst darüber
klar werden, ob Sie überhaupt übergewichtig sind. Die
Medien verbreiten leider ein völlig falsches Bild von der
idealen Figur. Die meisten Models - männlich wie weiblich -
sind nämlich untergewichtig. Diese Maße sind für
einen Erwachsenen unseres Kulturkreises normalerweise wirklich
nur durch permanentes Hungern zu halten.
Eine
gute Möglichkeit abzuschätzen, welches Gewicht Ihnen am
besten bekommt, besteht im folgenden Test:
Können
Sie bei gestreckten Knien Ihre Fußspitzen mit den Händen
berühren?
Können
Sie auf flachen Fußsohlen für 2 Minuten in der Hocke
bleiben?
Können
Sie 5 Stockwerke locker hochgehen, ohne außer Atem zu
geraten?
Wenn
Ihnen dies keine Schwierigkeiten bereitet, sind Sie so fit, dass
Sie sich wegen Ihrer Pfunde keine zu großen Sorgen machen
sollten. Falls Sie jedoch trotz Normalgewicht mit diesem Test
Probleme haben, ist es höchste Zeit für einen
Gesunheitscheck. Sind Sie an dieser Stelle jedoch zu dem Schluss
gekommen, dass es Zeit wird abzunehmen, dann versuchen Sie es
doch mal mit den nachfolgenden Ratschlägen.
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Der
wichtigste Rat: trinken Sie Wasser!
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Und zwar
Leitungswasser, mindestens 1,5 l am Tag. Allein dadurch
können Sie 1-2 Kilogramm/mtl. abnehmen. Alle
Stoffwechselvorgänge unseres Organismus finden im Wasser
statt und diese lebenswichtige Flüssigkeit ist nicht
durch Suppen, Tees, Limonaden, Fruchtsäfte, Milch etc.
zu ersetzen. Falls nicht genügend Wasser aufgenommen
wird, verlangsamen oder blockieren Sie den Stoffwechsel und
machen eine Gewichtsreduktion beinahe unmöglich, vor
allem dann, wenn Sie stattdessen koffein-, süßstoff-,
kohlensäurehaltige und alkoholische Getränke zu
sich nehmen. Trinken Sie also 1-2 l Wasser/tgl. und zum
Genuss maximal 1 Tasse Tee oder Kaffee und eventuell ½
Glas Wein und neben Ihrem Gewicht wird sich die Verdauung,
der Blutdruck, der Cholesterin- und Harnsäurewert
normalisieren.
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Vermeiden
Sie alle chemischen Zusätze in Ihrer Nahrung
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Konservierungsmittel
verlangsamen den Stoffwechsel, Geschmacksverstärker
(v.a. Glutamat und künstliche Vanillearomen) und
Süßstoffe (v.a. Aspartam und Acesulfam)
beeinträchtigen das Sättigungsgefühl im Gehirn
und Sie essen 15 - 20 % mehr.
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Nehmen
Sie Medikamente nur im Ernstfall
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Vor
allem die längerfristige Einnahme von Betablockern,
Kortikoiden, Psychopharmaka und Hormonen führt häufig
zu einer Gewichtszunahme. Durch eine Ernährungsoptimierung
("Ernährungsempfehlungen")
und eine geregelte Verdauung, damit wichtige Nährstoffe
aufgenommen und Toxine vollständig ausgeschieden werden,
lassen sich diese Medikamente oftmals reduzieren. Vor allem
Sodbrennen, Blähungen, Oberbauchbeschwerden, Durchfall
oder Verstopfung sind ein Indiz, dass die Funktion Ihrer
Verdauungsorgane gestört ist. Bitte nehmen Sie keine
Medikamente ein (vor allem keine Antazida und Abführmittel),
sondern warten Sie, ob sich diese Beschwerden durch die
vermehrte Wasserzufuhr und Ernährungsumstellung bessern.
Falls nicht, ist eine Darmsanierung durch Symbioselenkung mit
z. B. Sanum-Präparaten und die Einnahme lebensfähiger
Darmbakterien anzuraten.
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Essen
Sie - so viel Sie mögen! - frische unverarbeitete
Nahrung
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Salate,
Paprika, Tomaten, Avocado, Nüsse oder nur leicht
verarbeitete Lebensmittel wie gedünstetes Gemüse,
roher Fisch und gedünstetes Fleisch sättigen,
versorgen Sie mit allen wichtigen Spurenelementen und
beschleunigen den Stoffwechsel und die Verdauung. Aber:
vermeiden Sie Lightversionen und möglichst alle Fertig-
und H-Produkte. Hierbei handelt es sich um tote
Nahrungsmittel, die ihre Ausscheidung belasten und ihren
Stoffwechsel herabsetzen.
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Zu
Guter Letzt!
Ohne
Sport geht's nicht
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Mit diesen Ratschlägen haben
Sie vor allem dann Erfolg, wenn Sie die körperliche
Bewegung nicht vergessen - und zwar mindestens 45 Minuten
täglich am Stück. Depotfett wird ausschließlich
durch Ausdauersport/-bewegung mobilisiert, - durch passives
Fasten verlieren Sie nur Muskeln mit der Folge, dass ihr
Gewebe schlaff und ihre Haut faltig wird. Achten Sie
darauf, dass Sie beim Sport auf keinen Fall außer Atem
kommen, da sonst die Fettverbrennung blockiert wird. Bewegen
Sie sich nur so schnell, dass Ihnen angenehm warm ist. Am
effektivsten sind flottes Gehen, langsames Laufen, Radfahren,
Schwimmen oder Skilanglauf.
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Viel
Erfolg wünscht Ihnen Ihre Christine Amann
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