Gesund in eigener
Verantwortung
Nervosität, Schlaflosigkeit,
Erschöpfungssyndrom
Diese 3 Symptome, die einzeln oder zusammen
auftreten können, sind Ausdruck einer chronischen Überforderung
ihres Organismus. Dieser Stress ist nicht allein psychisch bedingt, sondern
mindestens zur Hälfte körperlich, d. h., wenn Sie körperlich
gesund und fit sind, ist die Psyche ausgeglichener und wesentlich belastbarer.
Da die psychische Entspannung viel stärker von äußeren Faktoren
beeinflusst wird, die nicht allein Ihrer Einflußnahme unterliegen,
ist es viel einfacher zuerst ihren biochemischen Stoffwechsel zu optimieren.
Ergreifen Sie dazu folgende Maßnahmen:
Verzichten Sie auf
Genußgifte |
Nikotin, Kaffee
oder Schwarztee
werden oft schon zum Frühstück genossen
und führen über eine erhöhte Adrenalinausschüttung zu
einem hohen Serotoninspiegel im Gehirn , d. h., Sie fühlen sich wacher,
wohler und leistungsfähiger, aber - leider nur für 1-2 Stunden,
dann ist der Tiefpunkt schlimmer als vorher und die nächste Zigarette
und Tasse fällig. Dadurch wird auf längere Sicht der Serotoninspiegel
im Gehirn reduziert, was zu chronischer Unruhe, Gereiztheit, Kopfschmerzen,
Schlafstörungen, Heißhungeranfällen usw.
führt.
Diese Symptomatik verstärken viele noch durch den Genuß
von
Alkohol, der nach dem
Aufputschen tagsüber am Abend die verdiente Entspannung sichern soll.
Leider setzt Alkohol die Sauerstoffversorgung des Gehirns und somit den
Stoffwechsel noch weiter herunter. Sie schlafen jetzt vielleicht schneller
ein, wachen aber nach einigen Stunden wieder auf oder werden von Alpträumen
geplagt. Am nächsten Morgen fühlen Sie sich noch ausgelaugter und
steigen mit Kaffee, Tee und Zigaretten wieder in den Teufelskreis ein. Wenn
Sie das regelmäßig machen, lassen Erschöpfung,
Magengeschwüre, Hörsturz, Herzinfarkt u.v.m. nicht lange auf sich
warten (Schlaflosigkeit ist nur ein erster Warnhinweis).
Da Sie es ganz ohne Genussgifte wahrscheinlich
nicht auf Anhieb schaffen, sind einige Stückchen Schokolade und 1-2
Tassen Kaffee über den Tag verteilt erlaubt. Gehen Sie vor dem Schlafen
flott spazieren, um ihr Gehirn mit genügend Sauerstoff für einen
ruhigen Schlaf zu versorgen.
Meiden Sie
koffeinhaltige
Softdrinks - vor
allem
süßstoffhaltige (
Aspartam!Acesulfam!-haltige) Lightprodukte, da diese
in Verdacht stehen u. a. Kopfschmerzen, Depressionen, Nervosität und
Schlafstörungen zu verursachen. |
Meiden Sie
Medikamente |
Schlafstörungen sind oft mit
Angstzuständen, Kopfschmerzen/Migräne, Tinitus und hormonellen
Umstellungen assoziiert. Die Medikation dieser Beschwerden - zusammen
mit den oft in Selbstverordnung eingenommenen Schlafmitteln -
beeinträchtigt den Gehirnstoffwechsel noch mehr und führt
zu einem medikamentenverursachten Teufelskreis.
-
chem. Schlaf- und Beruhigungsmittel verursachen
einen 'hang over' und führen zu Morgendepressionen
-
aber auch einige pflanz. und natürliche
Substanzen haben - in den aktuell üblichen Hoch- und Höchstdosierungen
- Nebenwirkungen
-
Baldrian kann zusammen mit Alkohol zu Kopfschmerzen
und Abhängigkeit führen => nehmen Sie besser über den Tag
verteilt 3-4 x ca 500mg als zur nacht die
Höchstmenge.
-
Johanniskraut beeinträchtigt die Wirkung
von Herzmitteln, Blutgerinnungshemmern, Antibabypille, Virusstatika,
Antidepressiva; außerdem steigert es die Lichtempfinlichkeit und kann
Kopfschmerzen und Unruhe verursachen. => ich empfehle max. 2x
250mg/tgl
-
Melatonin ist ein Hormon und wird als
Nahrungsergänzungsmittel in 30 fach erhöhter Dosierung angeboten
-Langzeitfolgen können bis jetzt nicht eingeschätzt werden. =>
wenn sie sich täglich mindestens 40 Min. im Tageslicht bewegen, bringen
sie ihren Serotonin-Melatonin Spiegel ins natürlich
Gleichgewicht
-
bei Schlafstörungen und Depressionen in
der Menopause wird teilweise noch immer eine Hormonersatztherapie verordnet
- zwar mittlerweile auf 1 Jahr beschränkt, um eine Krebsentstehung
möglichst gering zu halten. Verzichten Sie darauf - Sport und
Ernährungsumstellung wirken besser und halten sie
jünger
-
tagsüber genommene Mittel gegen niedrigen
Blutdruck führen über einen Reboundeffekt dazu, daß während
des Schlafes der Blutdruck zu sehr absinkt und die dadurch verminderte
Gehirndurchblutung und Sauerstoffversorgung den Schlaf
beeinträchtigen
-
die unkontrollierte Einnahme von Schmerzmitteln
führt zu verstärkten Kopfschmerzen und Schlafstörungen
Merke
Durch Medikamente ausgelöste Schlafprobleme, Depressionen und
Konzentrationsstörungen können durch Naturheilmittel kaum behoben
werden. Überprüfen Sie deshalb alle Beipackzettel und bitten Sie
Ihren Arzt gegebenenfalls um eine andere Medikation. |
Empfehlenswerte
Alternativen |
-
Zur allgemeinen Entgiftung
3x2 Tabletten Spirulina + 3x2 Tbl Hepeel täglich
-
Bei Erschöpfung
2 Dragees Ginseng und 2 Dragees Vitamin B Komplex täglich. Für
Frauen und Vegetarier zusätzlich 1 Eisendragee à 14mg/tgl. +
1 Kapsel Vitasprint B 12 pro Woche.
-
Gegen Nervosität
für Frauen: Nervoheel und Ypsiloheel 2 mal täglich eine Kapsel
im Wechsel
für Männer: 2 Kapseln
Kytta Sedativum morgens und abends
-
Bei depressiver Verstimmung
2 x 2 Tr Hypericum Urtinktur von Alcea, 2 x 2 Lachsölkps à 500mg/tgl.
-
Gegen Schlafstörungen
15 Tropfen Avena sativa Urtinktur oder 15 Tropfen Zincum. valer. Hevert
abends vor dem Schlafen + 6 Tbl. Kal. phos D6 bioch.
-
Beachte
Kinder können Avena sat. D 12 morgens und Passiflora D 12 abends einnehmen
+ 2 Tr Rescuemischung aus der stockbottle
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Erschöpfungs-
syndrom |
ein Erschöpfungssyndrom ist meist auf
mehrere Faktoren zurückzuführen
-
eine chronische subakute Infektion (z.B.
Eppstein-Barr, Herpes, Hepatitis ...; oftmals nicht identifizierbare
Erreger)
-
physische und/oder psychische
Überlastung
-
belastende Dauermedikationen
-
überlastete
Ausscheidungsorgane
-
Genussmittelmissbrauch
-
Fehlernährung
es liegt in Ihrer Macht, die letzten 5 Faktoren
zu beseitigen und somit ihrem Immunsystem zu helfen mit der Infektion fertig
zu werden.
-
halten Sie sich an die grundlegenden
Ernährungsempfehlungen
-
üben Sie 10-20 Min/tgl Yoga v.a. Kerze,
Fisch, Kopf/Kniehaltung, Bogen
-
walken Sie tgl. 30 - 40 Min. im
Freien
zur Medikation empfehle ich
-
3 x 2 Fischölkps + 1-2 Ginsengkps (+ 1
Eisendragee à 14mg für Frauen vor den
Wechseljahren)
-
6 Tbl Na phos D6 morgens, 6 Tbl Silicea D12
+ 2 Tbl Kal phos D6 abends - alles als Schüsslersalze (für
Frauen zusätzlich 2 Tbl Ferr phos D12 morgens)
-
Derivatio 3 x 2 Tbl/tgl
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Achten Sie auf
eine
vernünftige
Ernährung |
Da Unruhe, Angst und Nervosität durch
Übersäuerung verstärkt werden, sollten Sie bei Fleisch, Milch
und Käse zurückhaltend sein. Ebenso sollten Sie Süßigkeiten
stark einschränken und auf gesüßte Getränke ganz verzichten
- am besten halten Sie sich an die Tipps unter
"Entsäuerung"
Essen Sie dafür viel Gemüse mit
Oliven- oder Rapsöl, Vollkornnudeln und Kartoffel. Butterbrot mit
Walnüssen gleicht den Cholesterinspiegel aus und wirkt somit Depressionen
entgegen (meiden Sie aber Margarine und gehärtete Fette!). 1-2 Bananen
über den Tag verteilt halten den Serotoninspiegel auf einer
gleichmäßigen Höhe. 1 Naturjoghurt oder Sojamilch mit Banane
vor dem Schlafengehen sorgen für ausreichende Gehirnnahrung während
der Nacht. Notfalls können Sie mit 2 EL Sojalecithin
nachhelfen. |
Sorgen Sie für
Entspannung |
Zum Einschlafen empfehle ich Ihnen tiefe
Bauchatmung mit Konzentration auf den Nabel - solange, bis Ihre
Fußsohlen schön warm sind. Sollten Sie während der Nacht
aufwachen, trinken Sie einige Schluck warmes Wasser aus der Thermoskanne
und Sie schlafen in wenigen Minuten wieder ein.
Wenn Sie jetzt noch die Zeit vor dem Computer
und dem Fernseher einschränken, auf etliche Telefonate verzichten und
dafür Spazieren gehen, sich im Garten beschäftigen oder Freunde
treffen, wird sich bald wieder ein natürlicher Rhythmus von Spannung
und Entspannung einstellen. |
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